Molekulare Epidemiologie

Die Arbeitsgruppe Molekulare Epidemiologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und am Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) untersucht epigenetische Modifikationen, die in Wechselwirkung zwischen genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren entstehen und zu erhöhten Krankheitsrisiken beitragen. Dabei stehen Schlüsselereignisse, die den Wechsel von gesund nach krank determinieren, im Zentrum unseres Interesses. Im Rahmen von longitudinalen Kohorten- und Patientenstudien werden genomweite Analysen kombiniert mit systemmedizinischen Ansätzen, um epigenetische Modifikationen mit Krankheitsrelevanz identifizieren und prädiktive Marker ableiten zu können. Ziel ist dabei neben der frühzeitigen Erkennung von Risikopatienten die Identifizierung sensitiver Lebensphasen und Bevölkerungsgruppen als Basis für individuelle präventive Maßnahmen.

Da viele Zivilisationserkrankungen ihre Wurzel in Ereignissen in der Kindheit haben, interessieren wir uns besonders für epigenetische Prägungen im frühen Kindesalter. Dabei stehen Lungenerkrankungen und vor allem das frühkindliche Asthma Bronchiale im Fokus unserer Forschung.